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Cool Silicon und Silicon Saxony: Clusterdelegation vernetzt sich erfolgreich in Kanada

  • Jörg Amelung präsentierte in Kanada die Fraunhofer Forschungsfabrik Mikroelektronik.
  • Der Besuch bei RyersonDMZ war eine großartige Inspiration für Cool Silicon und das Smart Systems Hub.

Vom 23. bis 27. Oktober  reiste eine namhaft besetzte Delegation aus Sachsen in die kanadischen Metropolen Ottawa und Toronto. Gemeinsam organisiert mit GTAI und der AHK Kanada nahmen Mitglieder der Hightechnetzwerke Cool Silicon und Silicon Saxony hier an Kooperationsgesprächen, Unternehmensbesuchen und einer ausführlichen Erkundung der kanadischen Partnerregion teil. Ziel der Reise war es, die teilnehmenden sächsischen Unternehmen über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Zielmarkt zu informieren und sie mit potenziellen Geschäfts- und Kooperationspartnern in Kontakt zu bringen, um langfristige Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Ein Konzept, das speziell in Kanada hervorragend funktionierte. Schließlich fördert das nordamerikanische Land aktuell sogenannte Zukunftsindustrien im großen Stil. Auch das deutsche ZIM, Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand, fördert aktuell transnationale FuE-Projekte.   



Kanadas Haushaltsentwurf für 2017/18 soll das Land zukunftsfähig machen. Die Regierung plant umfangreiche Förderungen im Bereich von Forschung und Entwicklung (FuE). Speziell Zukunftsindustrien und ausgesuchte Geschäftsbereiche des Hochtechnologiesegments wie IKT, Digitalwirtschaft, IoT, Clean Tech und Smart Cities stehen in Nordamerika derzeit hoch im Kurs. Zudem soll der Aufbau sogenannter „Supercluster“ die adressierten Schlüsselbranchen mit einer Anschubfinanzierung von 700 Mio. EUR bis 2022/23 zielgerichtet in Bewegung bringen, wie die GTAI und die AHK Kanada als Partner der gerade abgeschlossenen Delegationsreise zu berichten wissen. 

Sächsische Unternehmen und Forschungseinrichtungen knüpfen Kontakte

Anhand der Bedürfnisse und Interessen der an der Reise teilnehmenden Cool Silicon und Silicon Saxony Mitglieder First Sensor, SYSTEMA, PEER Group, Fraunhofer ENAS und der Fraunhofer Forschungsfabrik Mikroelektronik entstand in diesem Wissen ein maßgeschneidertes Programm, auch dank der intensiven Unterstützung der Canadian Chamber of Commerce, einer Art kanadischen Industrie- und Handelskammer. Kooperationsgespräche und Unternehmensbesuche in Ottawa und Toronto stellten die grenzübergreifende Forschung und Entwicklung der Delegationsteilnehmer mit Partner in Kanada in den Mittelpunkt. So fanden u.a. Besuche der McMaster University, des Canadian Photonics Fabrication Centre sowie des Ottawa Photonics Lab und Advanced Research Centre statt. In individuellen B2B-Meetings konnten mehr als 50 neue Kontakte, z.B. zur DMZ by Ryerson University, der Supercluster Initiative oder dem National Research Council Canada, in und um Ottawa bzw. Toronto geknüpft werden. Diese sollen, so der langfristige Plan, zur weiteren Internationalisierung der sächsischen Hightechcluster im FuE-Bereich führen. Eine Bestrebung, die in diesem Jahr bereits in den USA und Taiwan mit ähnlichen Konzepten und Reisen angegangen wurde. 

Sachsens Hightechnetzwerke und die WFS werben für den Freistaat

Zeitgleich wurde in Kanada auch intensiv für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Sachsen geworben. Gemeinsam mit der mitgereisten Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) wiesen die teilnehmenden Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Netzwerke auf die geschäftlichen und wissenschaftlichen Möglichkeiten im Freistaat hin. Bestes Beispiel war das mitgereiste Silicon Saxony Mitglied PEER Group, ein kanadisches Unternehmen, das aktuell mehr als 40 Prozent seines Jahresumsatzes in seiner sächsischen Außenstelle in Dresden erwirtschaftet. Ein Modell, das in Kanada auf spürbares Interesse stieß. 

BMWi fördert aktuell F&E-Projekte mit Kanada im Rahmen von ZIM 

Doch auch in Deutschland steht die Internationalisierung hoch im Kurs. Derzeit bietet z.B. das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) eine thematisch und regional passende Ausschreibung im Rahmen von ZIM, Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand. Bis zum 24. November 2017 können Antragsteller für transnationale FuE-Projekte mit Kanada eine nach den Bestimmungen der kanadischen Programme ausgerichtete Förderung beantragen. Das Verfahren der Begutachtung und Bewilligung der FuE-Projekte ist unter beiden beteiligten Ländern abgestimmt. Für die deutschen Antragsteller gelten die Bedingungen der ZIM Richtlinie, nach der Unternehmen bei transnationalen Kooperationsprojekten einen bis zu 10 Prozent höheren Fördersatz erhalten und Forschungseinrichtungen teilnehmen können. Eine vergleichbare Ausschreibung ist in Kürze zudem mit Taiwan geplant. Bei der Ausarbeitung eines Antrages und der Antragstellung unterstützt die Silicon Saxony Management GmbH  interessierte Unternehmen und Forschungseinrichtungen. 

Weiterführende Links 
Kontakt zur Silicon Saxony Management GmbH
www.zim-bmwi.de 
Germany Trade & Invest 
Deutsch-Kanadische Außenhandelskammer


Fotos: Cool Silicon und Silicon Saxony