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BMWi: "KI made in Germany" als großes Ziel

Eine am 19. Juli veröffentlichte Studie, die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) erstellt wurde, zeigt, dass KI für das Industrieland Deutschland große Chancen bietet: Künstliche Intelligenz (KI) hat das Potenzial, die Bruttowertschöpfung des produzierenden Gewerbes in Deutschland in den nächsten fünf Jahren um rund 32 Mrd. Euro zu steigern. KI wäre damit für ein Drittel des gesamten für diesen Zeitraum prognostizierten Wachstums in diesem Bereich verantwortlich.



Bundeswirtschaftsminister Altmaier: "Künstliche Intelligenz ist der Schlüssel zu Innovationen, die die Produktion in Deutschland, als Industrieland, grundlegend verändern werden: In den Fabriken der Zukunft fordern Maschinen selbst ihre Wartung an, fahrerlose Transportfahrzeuge koordinieren eigenständig logistische Abläufe und Service-Roboter assistieren Menschen in der Montage. Wir wollen "KI Made in Germany" und damit die Wertschöpfung, die KI ermöglicht, hier in Deutschland realisieren. Ziel ist es, zum weltweit führenden Standort für KI zu werden - für Wissenschaft, Anbieter, Anwender und Start-ups gleichermaßen. Dazu müssen wir vor allem den Transfer unserer hervorragenden Forschungsergebnisse in Produkte und Geschäftsmodelle der Wirtschaft, also in die die Praxis, beschleunigen. Mit der Strategie Künstliche Intelligenz wird die Bundesregierung schlagkräftige Antworten darauf formulieren, wie die KI zur Erfolgsgeschichte für Deutschland werden kann."

Die Studie "Potenziale der Künstlichen Intelligenz im produzierenden Gewerbe" betrachtet die KI erstmals gesondert mit Blick auf den Produktionsbereich, eine zentrale Säule der deutschen Wirtschaft. Darüber hinaus wird der Einfluss Künstlicher Intelligenz differenziert nach den unterschiedlichen Wertschöpfungsstufen der produzierenden Wirtschaft untersucht und durch Unternehmensexperten von KI-Anbietern und -Anwendern eingeschätzt. Landkarten zeigen, wo Akteure der Grundlagenforschung und des Technologietransfers räumlich ansässig sind.

Der Studie nach setzen im produzierenden Bereich heute ca. 25 Prozent der Großunternehmen KI-Technologien ein. Bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sind es lediglich 15 Prozent.

Vor allem KMU bevorzugen beim Einsatz von KI die Kooperation mit Anbietern aus Deutschland oder Europa – Anbieter sind sich dieses Standortvorteils jedoch vielfach nicht bewusst. Im internationalen Vergleich erkennt die Studie Deutschland bei Qualitätskontrolle, Intelligenter Automatisierung und Intelligenter Sensorik, der Erkennung und Verarbeitung von Sprache sowie der Modellierung kognitiver Eigenschaften führende Rollen zu.

Hemmnisse für den Einsatz der KI im produzierenden Gewerbe sieht die Studie im Mangel an Fachkräften, beim zögerlichen Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft und bei zu geringen Ausgründungen aus dem Wissenschaftssystem heraus.

Weiterführende Links


www.bmwi.de 
Studie wurde von der VDI/VDE Innovation und Technik GmbH