Termin Detail

Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema "Forschung für neue Mikroelektronik (ForMikro)

Die forschungsintensive Mikroelektronik und ihre Anwendungen sind branchenübergreifend Treiber von Fortschritt, Wettbewerb und Innovation. Basis dafür sind Wissen und Ergebnisse aus der erkenntnisorientierten Forschung, die häufig großes Potenzial für neue Anwendungen und Technologien in der Mikroelektronik haben. Um diese Pipeline neuer Mikroelektronik gefüllt zu halten und neues Wissen in den Natur- und den Ingenieurswissenschaften für die Mikroelektronik der nächsten Generation zu erschließen, werden auf Basis dieser Richtlinie Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen gefördert. Es geht um Themen, die zwar noch nicht industriell erforscht werden, für die aber ein nachgewiesenes Interesse aus der Industrie vorliegt. Die Brücke zwischen reiner Grundlagenforschung und industriegeführter Forschung in der Mikroelektronik wird somit ausgebaut.



Diese Fördermaßnahme trägt zur Umsetzung der Hightech-Strategie 2025 und des Rahmenprogramms "Mikroelektronik aus Deutschland – Innovationstreiber der Digitalisierung" der Bundesregierung bei.

Förderziel ist es, den Transfer neuartiger Ansätze und kreativer Ideen aus der erkenntnisorientierten Forschung in neue Technologien und Anwendungen der Mikroelektronik zu beschleunigen.

Zuwendungszwecke dieser Förderrichtlinie sind

  • die Stärkung der Innovationskraft der akademischen Forschungslandschaft; 
  • die Beschleunigung des Wissens- und Erkenntnistransfers aus der akademischen Forschung in die wirtschaftliche Nutzung und Verwertung; 
  • die Überprüfung der Umsetzbarkeit grundlegender Forschungsergebnisse für eine wirtschaftliche Nutzung und Verwertung; 
  • die Qualifizierung neuer Ansätze und Technologien für industriegetriebene Anschlussprojekte und eine wirtschaft­liche Verwertung; 
  • ein verbesserter Austausch zwischen Forschung und Unternehmen sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und Qualifizierung von Fachkräften.

Gegenstand der Förderung

Es werden ausschließlich Vorhaben gefördert, die auf wesentliche Innovationen in der Mikro- und Nanoelektronik abzielen. Hierzu gehören insbesondere:

  • neuartige Herstellungs-Prozesse;
  • innovative Materialsysteme und deren Skalierung für den industriellen Einsatz; 
  • neuartige Bauelemente und Schaltungsarchitekturen; 
  • neuartige Testumgebungen und -verfahren für Prüfaufgaben; 
  • neuartige Werkzeuge für Entwurfs- und Designautomatisierung; 

mit nachgewiesenem Interesse von Unternehmen an den Ergebnissen und potenziell großer Breitenwirksamkeit. Von einer Förderung ausgeschlossen sind Vorhaben ohne ausreichenden Bezug zu neuen Anwendungen und Technologien in der Mikro- und Nanoelektronik, beispielsweise in der Materialforschung oder Photonik.

Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, die im Rahmen der aufgrund dieser Richtlinie geförderten Vorhaben im nichtwirtschaftlichen Bereich tätig sind. Übt eine antragsberechtigte Einrichtung darüber hinaus auch wirtschaftliche Tätigkeiten aus, muss sie über deren Finanzierung, Kosten und Erlöse getrennt Buch führen, um die Verwendung der im Rahmen dieser Richtlinie gewährten Zuwendung für den nichtwirtschaftlichen Bereich nachweisen zu können

Ansprechpartner / Kontakt

Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMBF derzeit folgenden Projektträger beauftragt:

VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
Projektträger "Elektronik und autonomes Fahren" des BMBF
Steinplatz 1
10623 Berlin

Zentrale Ansprechpartner sind:

Dr. Jochen Kerbusch
+ 49 0 3 51/48 67 97-37
jochen.kerbusch@vdivde-it.de  

Dr. Denise Günther

+ 49 0 3 51/48 67 97-38
denise.guenther@vdivde-it.de  

Deadline

In der ersten Verfahrensstufe ist beim Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH bis zum Stichtag 31. Januar 2019 zunächst eine Projektskizze in deutscher Sprache aus Gesamtvorhabensicht einzureichen. 

Alle Informationen finden Sie hier:  https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-2055.html